Fair gehandelt? Wie unser Konsumverhalten die Gesellschaft spaltet

Fair gehandelt? „Eine kluge Analyse des modernen urbanen Lebensstils am vorauseilenden Beispiel der USA, jedoch in weiten Teilen nachvollziehbar und vorbereitend auf neue Trends, die uns teilweise bereits erreicht haben. Denkvorgaben unserer hippen Eliten verklären unsere Kaufgewohnheiten und suggerieren uns, dass „alternativer“ Konsum die Lösung vieler Probleme darstellt. Schlechter gestellte Gesellschaftsschichten können da nicht mithalten und werden weiter ausgegrenzt. Die anderen investieren und fühlen sich dadurch verantwortungsvoller und besser. Gezielter kann man Gesellschaften nicht spalten… (Frank-Michael Preuss)

Fair gehandelt? Wie unser Konsumverhalten die Gesellschaft spaltet

In den letzten Jahren hat sich eine neue kulturelle Elite gebildet, die sich anders als die Spaß- und Erlebnisgesellschaft der 1990er- und 2000er-Jahre durch »bewussten Konsum« bzw. betonten Konsum-Verzicht vom Rest der Gesellschaft abzuheben versucht. Es geht der sogenannten »aspirational class« dabei um die richtige Entscheidung, nicht um die günstigste oder teuerste Entscheidung.

Fair gehandelt Wie unser Konsumverhalten die Gesellschaft spaltet - Fair gehandelt? Wie unser Konsumverhalten die Gesellschaft spaltet

Die promovierte Soziologin und Stadtplanerin Elizabeth Currid-Halkett zeichnet in ihrem vielbeachteten Buch ein eindrucksvolles Bild dieser neuen Elite und argumentiert, dass die ethisch und ökologisch wohlinformierten Lifestyle-Entscheidungen der vermeintlich moralisch Überlegenen die Spaltung der Gesellschaft jedoch nicht verringert oder gar überwinden hilft.

Im Gegenteil: Die Konsumgewohnheiten der neuen Elite reproduzieren und verstärken sogar noch die Kluft zwischen den mobilen, weltoffenen und gebildeten Schichten und den ohnehin schon Abgehängten, den weniger Entscheidungsfreien.

Fair gehandelt? Die Autorin

Prof. Dr. Elizabeth Currid-Halkett ist Soziologin und Stadtplanerin und lehrt an der renommierten University of Southern California. Über ihre Arbeit berichteten u.a. die »L.A. Times«, die »New York Times«, der »New Yorker« und das »Wall Street Journal«. Sie gilt als eine der einflussreichsten Vordenkerinnen der Ökonomie und Soziologie von Kunst, Kultur und Konsum. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Los Angeles.

Verlag: https://www.penguinrandomhouse.de/

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