Engagement: „Ich möchte der Gesellschaft etwas zurückgeben“ – ein Gespräch mit Georg Gehrenkemper

Engagement heißt, nichts dafür zu erhalten und trotzdem die Dinge so tun als würde man dadurch reich werden! Tatuljan, David

Was machst Du hauptsächlich, wo liegt dabei der Fokus?

Am Anfang meiner 4. Lebenszeit lerne ich gerade das Leben zu genießen. Dazu gehört möglichst oft in der Natur zu sein, ob mit dem Rad oder zu Fuß. Und ich möchte der Gesellschaft etwas von dem zurückgeben, was ich selbst an Gutem erfahren habe. Deshalb engagiere ich mich ehrenamtlich im Förderkreis der Deutschen Multiplen Sklerose Gesellschaft Niedersachsen.

In welchem Bereich fühlst du dich am wohlsten und warum?

Draußen in der Natur fühle ich mich zuhause und seit meiner Deutschlandreise für Menschen mit Multipler Sklerose (MS) auch bei Wind und Wetter. Für mich ist das Leben mit allen Sinnen.

Viele Menschen spüren, dass sich die Welt um sie rasant schnell verändert. Wir nimmst Du dies wahr, was sind Deine Konsequenzen?

Große Wellen kann man nicht aufhalten, aber man kann versuchen sie zu surfen. Dafür braucht es Neugier, Erfahrung, den richtigen Zeitpunkt und ganz viel Übung. Das Gute ist, man entscheidet immer selber, welche Welle man reitet und welche nicht.

Welche Geschäftsmodelle haben in Zukunft die besten Chancen?

So schön die Welt auch ist, die Zeit der Globalisierung ist meines Erachtens Geschichte. Think global – act local, mit diesem Gedanken kann ich mich gut anfreunden. Denn statt einem Glas Chardonnay aus Australien schmeckt auch ein Trainingslager der Mashsee-Brauerei gut zu Nienburger Spargel.

Außerdem hilft ein möglichst buntes Netzwerk bei der Erreichung beruflicher und privater Ziele.

Was war für Dich eine besonders gute Erfahrung während der bisherigen Corona-Pandemie?

Corona hat mich gelehrt, fokussierter und bewußter zu leben: Was ist gerade wichtig und worauf kann man verzichten? Verzicht ist ja kein Mangel oder Buße, sondern eine Entscheidung und kann sogar ein Luxus sein. Durch die Reduzierung von Kontakten ist mir auch wieder bewußt geworden, wie wichtig ein Gespräch sein kann und die Person(en) mit der man es führt.

In einer Zeit, in der bisher definierte Berufsbereiche immer mehr ineinander übergehen und sich gemachte Erfahrungen im neuen Kontext verändern: wie politisch und/oder gesellschaftlich muss/darf unsere Arbeit sein?

Alles, was wir tun ist gesellschaftlich und politisch relevant. Schon beim Frühstücksmüsli entscheiden wir uns z.B. für einen Apfel aus hiesigem Bioanbau oder eine Flugmango aus Südamerika. Die Wahl des Verkehrsmittels zur Arbeit ist Umweltpolitik, denn sie beeinflusst die CO2-Bilanz. Wer arbeitet, zahlt Steuern und wie diese verwendet werden, ist Politik. Und die sollte auch unsere Interessen berücksichtigen, oder?

Selbst Nichtstun ist politisch, denn „wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt“ (alter Sponti-Spruch).

Was war für Dich eine besonders gute Erfahrung? Was ist Dir im Job besonders gut gelungen?

Andere Menschen ernst nehmen und ihnen zuhören. Sich selbst muss man dagegen nicht immer so ernst nehmen.

Was war für Dich eine völlig neue Erfahrung?

1.345 km im Sattel auf meiner Deutschlandreise für Menschen mit MS. Das war eine Benefiz-Radtour zugunsten der DMSG Niedersachsen in 16 Etappen, mit ganz vielen Begegnungen, Gesprächen und Abenteuern. Es ist schon erstaunlich, was ein Körper so kann, wenn er will, und trotzdem macht es Spaß.

Engagement

Welche Tools arbeiten für Dich sinnvoll, womit erleichterst Du Deinen Alltag?

Ohne mein Smartphone verweigere ich jede Aussage.

Hast Du ein Motto? Wenn ja, welches?

Das Leben ist viel zu kurz für TV und Online-Spiele. Runter vom Sofa und raus in die Natur.

Wo findet man dich in den sozialen Netzwerken?

Homepage: https://www.radabenteurer.de/   

Facebook: georg.geh

Instagram: georg.geh

Übrigens… Engagement ist immer gefragt…

Spenden macht glücklich. Das Spendenkonto des Förderkreises der DMSG Niedersachsen bei der Nord/LB Hannover lautet:

DE04 2505 0000 0199 8984 95

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